Seiteninhalt

Regelbedarfe

Ab dem 1. Januar 2021 gelten neue Regelbedarfe in der Grundsicherung für Arbeitsuchende. Für volljährige Alleinstehende, Alleinerziehende oder Personen mit minderjährigen Lebenspartnern erhöht sich der Regelbedarf ab Jahresbeginn auf monatlich 446 €.
Die Höhe der Regelbedarfsstufen finden Sie unter dem folgenden Link: Regelbedarfe.

Kosten der Unterkunft und Heizung

Zusätzlich zum Regelbedarf besteht beim Vorliegen der Voraussetzungen ein Anspruch auf Übernahme der Kosten für Unterkunft und Heizung. Diese werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen, soweit sie angemessen sind.

Vor Bewilligung wird eine individuelle Überprüfung der Angemessenheit dieser Kosten vorgenommen. Sollten die Wohnkosten höher als angemessen sein, sind Sie verpflichtet, diese Kosten zu senken.

Folgende Angemessenheitskriterien sind maßgebend:

Formulare:

Sie wollen umziehen? Bitte lesen Sie zunächst das Merkblatt:

  • Merkblatt zum Wohnungswechsel im Jobcenter Uckermark bei unter 25-jährigen Personen [PDF-Dokument: 101 kB] oder
  • Merkblatt zum Wohnungswechsel im Jobcenter Uckermark bei über 25-jährigen Personen [PDF-Dokument: 98 kB]

Leistungen für Bildung und Teilhabe

Seit dem 01.01.2011 können Leistungen für Bildung und für Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft in Anspruch genommen werden.

Wer ist anspruchsberechtigt?

Anspruchsberechtigt sind

  • Schülerinnen und Schüler,
    • die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
    • die eine allgemeinbildende oder berufsbildende Schule besuchen und
    • die keine Ausbildungsvergütung erhalten.
  • Kinder, die eine Kindertageseinrichtung (Kinderkrippe, Kindergarten, Hort) besuchen oder in einer Kindertagespflege betreut werden.
  • alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren für die Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.

Voraussetzung ist, dass die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II bzw. Kinderzuschlag oder Wohngeld beziehen.

Wenn Sie bzw. Ihre Eltern einen Antrag auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes gestellt haben, haben Sie gleichzeitig die Leistungen für Bildung und Teilhabe mit beantragt. Für die Inanspruchnahme von Leistungen für Bildung und Teilhabe ist kein gesonderter Antrag erforderlich. Der Bedarf ist jedoch durch Vorlage eines Nachweises zu belegen.

Achtung: Leistungsbezieher von Kinderzuschlag oder Wohngeld müssen die Leistungen für Bildung und Teilhabe beantragen.

Welche Leistungen können in Anspruch genommen werden?

  • Ausflüge und mehrtägige Fahrten in Schule und Hort, sowie Kita und Kindertagespflege

Für ein- und mehrtägige Schul-, Kita- und Hortausflüge werden die Kosten in tatsächlicher Höhe berücksichtigt. Das gilt auch für Kinder, die in Kindertagespflege betreut werden.

Bitte reichen Sie dafür das Schreiben der Schule/Kita/Kindertagespflege bzw. des Hortes über die tatsächlichen Kosten des Ausfluges und die Bankverbindung der Schule/Kita/Kindertagespflege bzw. des Hortes vor Fälligkeit der Zahlung ein. Übernommen werden die tatsächlich erforderlichen Aufwendungen ohne Taschengeld.

  • Persönlicher Schulbedarf

Für den persönlichen Schulbedarf werden je Kind zum 1. August eines Jahres 103 Euro und zum 1. Februar eines Jahres 51,50 Euro ausgezahlt. Anschaffungen wie Schulranzen, Sportzeug und Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien sollen dadurch erleichtert werden. Bitte reichen Sie eine Schulbescheinigung bei Einschulung und ab dem 15. Lebensjahr ein.

Der Betrag wird bei Bezug von Leistungen nach dem SGB II automatisch an Sie überwiesen. Bei Bezug von Wohngeld oder Kinderzuschlag ist ein Antrag erforderlich.

  • Gemeinschaftliches Mittagessen in der Schule, in der Kita und in der Kindertagespflege

Wenn Ihr Kind am Angebot des gemeinschaftlichen Mittagessens teilnimmt, werden die Kosten in tatsächlicher Höhe berücksichtigt. Die Kosten für das Mittagessen werden auch übernommen, wenn das Essen wegen der Corona-Pandemie und etwaigen Schließungen nicht gemeinschaftlich eingenommen werden kann und lediglich zur Abholung oder Lieferung bereitgestellt wird.

Bitte reichen Sie einen Nachweis über die Kosten ein. Geben Sie zusätzlich an, an wie vielen Tagen im Monat Ihr Kind durchschnittlich an der Mittagsversorgung teilnimmt. Die Angaben sind notwendig zur Berechnung des erforderlichen Bedarfs. Teilen Sie uns bite auch den Namen, die Anschrift und die Kontoverbindung des Essenanbieters mit.

  • Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft

Wenn Ihr Kind das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, können diese Leistungen in Anspruch genommen werden. Es reicht aus, dass eine bestimmten Aktivität tatsächlich wahrgenommen wird (einfacher Nachweis). In diesen Fällen wird „grundsätzlich“ davon ausgegangen, dass Kosten anfallen und es wird pauschal ein Betrag von 15 Euro monatlich gewährt. Diesen Betrag können Sie zum Beispiel nutzen für:

    • Babyschwimmen oder Babymassage,
    • Musikunterricht,
    • die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder Kulturverein.

Der monatliche Zuschuss kann bei Bedarf (z. B. Zahlung eines Jahresbeitrages im Verein) auch als Summe für den gesamten Bewilligungszeitraum gezahlt werden.

  • Lernförderung

Wenn Ihr Kind Probleme in der Schule hat, kann es auch Lernförderung (zum Beispiel Nachhilfe) bekommen. Das Kind muss nicht unmittelbar versetzungsgefährdet sein, um Lernförderung zu erhalten.
Bitte sprechen Sie erst einmal mit der Lehrerin oder dem Lehrer Ihres Kindes. Sie oder er kennt die schulischen Leistungen Ihres Kindes gut und kann einschätzen, ob es eine besondere Förderung braucht. Im zweiten Schritt muss die Lehrerin oder der Lehrer den Förderbedarf bescheinigen. Nutzen Sie dafür das Formular „Bestätigung der Schule“.

Bitte reichen Sie die ausgefüllte Bescheinigung zusammen mit einem Angebot über die Höhe der Kosten und der Bankverbindung des Leistungsanbieters ein. Bitte wenden Sie sich vor Inanspruchnahme der Lernförderung an das Jobcenter Uckermark und lassen Sie sich beraten. Nur so kann bereits im Vorfeld geklärt werden, ob alle Kosten übernommen werden können.

  • Schülerbeförderung

Wenn Ihr Kind mit dem Zug oder dem Bus oder mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren muss, können Sie möglicherweise einen Zuschuss zu den Fahrtkosten erhalten. Voraussetzung ist, dass die Kosten nicht vom Bildungsamt des Landkreises Uckermark übernommen werden.

Bitte reichen Sie den Bescheid bzw. die Ablehnung des Bildungsamtes ein.

Formulare: