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Letzteres kann in den Landkreisen vereinzelt zu Problemen bei der Erfüllung der agrarförderrechtlichen Vorgaben durch die antragstellenden Personen führen. Dies ist dadurch begründet, dass der ASP- Zaun nicht immer direkt am Feldrand, sondern oftmals in einem Abstand von mehreren Metern zum Feldrand errichtet wird, sodass schmale, streifenförmige bzw. räumlich voneinander abgetrennte Teilflächen entstehen. Diese Teilflächen können in Einzelfällen aufgrund ihrer geringen Breite mit der vorhandenen landwirtschaftlichen Technik nicht bewirtschaftet werden.

Nach Informationen des Ministeriums werden diese Flächen ohne Berücksichtigung des ASP-Zauns im vollen Umfang beantragt.

Flächen mit Ackerkulturen, auf denen ein ASP- Zaun errichtet wurde, sind mit der Kennung Bejagungsschneise (BJS) im Antrag zu kennzeichnen. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen für Bejagungsschneisen.

Eine schriftliche Anzeige aller Flächen, auf denen ein ASP- Zaun errichtet worden ist, wird zwingend gefordert. Bitte nutzen Sie dafür das Formblatt. Folgende Angaben sind im Formblatt vorgesehen:

  • Feldblockidentifikationsnummer

  • Gesamtparzellen- und Teilflächennummer(n) im Agrarförderantrag

  • Schlaggröße

  • Bindungen

  • Geringste Breite der durch den ASP-Zaun abgetrennten (Teil-)Fläche

  • Erreichbarkeit der Teilfläche durch Tor/Zuwegung gegeben mit ja/nein

  • Antrag auf Anerkennung höherer Gewalt

Die Anzeige soll schnellstmöglich erfolgen und kann auf postalischem Weg, aber auch per Fax oder per E-Mail eingereicht werden.

Flächen, auf denen ein ASP-Zaun errichtet worden ist, die jedoch der Bewilligungsbehörde gegenüber nicht angezeigt wurden, werden im Rahmen einer möglichen Anerkennung höherer Gewalt nicht berücksichtigt.

Bei der Bewirtschaftung von Flächen, auf denen ein ASP-Zaun errichtet worden ist, gilt der Grundsatz, dass eine landwirtschaftliche Mindesttätigkeit durchzuführen ist. Bei den Förderprogrammen des ELER muss zusätzlich die vorgeschriebene Förderverpflichtung

(mindestens eine Nutzung bis zum 15.10.) eingehalten werden.

Auf Flächen, die nicht produktiv genutzt werden (z.B. Brachen, Bejagungsschneisen), ist eine landwirtschaftliche Mindesttätigkeit gegeben, wenn der Aufwuchs der Fläche einmal bis einschließlich dem 15. November

  1. gemäht und das Mähgut abgefahren oder

  2. zerkleinert und ganzflächig verteilt wird.

Bei den durch den ASP-Zaunbau ausgegrenzten Streifen/Bereichen gilt, dass ab einer Breite von mehr als 5 Metern (an der schmalsten Stelle, gemessen vom Feldrand bis zum Zaun) eine Mindestbewirtschaftungsmaßnahme bis zum 15.November durchzuführen ist.

Sofern eine Fläche wegen eines fehlenden Tores oder einer fehlenden Zuwegung nicht mehr erreichbar oder schmaler als 5 Meter ist und sich deswegen nicht bewirtschaften lässt, liegt ein Ausnahmetatbestand vor. Hier kann, sofern eine Anzeige vorliegt, die Anerkennung als höhere Gewalt erfolgen.

Eine Anerkennung von höherer Gewalt bei den ELER- Programmen bewirkt, dass

  1. die nicht bewirtschaftbare (Teil-)Fläche sanktionsfrei abgezogen wird,

  2. die entsprechenden Flächen in der Verpflichtung bleiben und

  3. auf Rückforderungen verzichtet wird.

Wird auf einer Ackerfläche erst nach der Antragsänderungsfrist (31.05.21) ein ASP-Zaun errichtet, ist diese Fläche umgehend der zuständigen Landwirtschaftsbehörde anzuzeigen. Die zuständige Landwirtschaftsbehörde erfasst die Kennung „BJS“ nachträglich an der Antragsparzelle.


Anlage 1 - Formblatt zur Anzeige von Flächen mit ASP-Zäune [Word-Dokument: 21 kB]


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