Seiteninhalt

Bürgerservice

Von A wie Abfall bis Z wie Zulassung - hier finden Sie alle Dienstleistungen und Aufgaben der Kreisverwaltung




Allgemeine Brandschutzordnung


Zuständige Behörde:

Liegenschafts- und Schulverwaltungsamt
Kreisverwaltung Uckermark
Karl- Marx- Straße 1
17291 Prenzlau
Telefon:
03984 702040

Fax:
03984 704965

E-Mail:



Montag

08:00 - 12:00 Uhr

Dienstag

08:00 - 12:00 Uhr und 13:00 - 17:00 Uhr

Mittwoch

geschlossen

Donnerstag

08:00 - 12:00 Uhr

Freitag

08:00 - 11:30 Uhr

Allgemein

Die Brandschutzordnung dient dem vorbeugenden und dem bekämpfenden Brandschutz in den baulichen Anlagen der Kreisverwaltung Uckermark.

Der Teil 1 - öffentlicher Aushang „Verhalten im Brandfall“ - richtet sich an alle Personen (Beschäftigte, Besucher), die sich in einer baulichen Anlage der Kreisverwaltung Uckermark aufhalten.

Der Teil 1 ist in die Flucht- und Rettungswegpläne integriert, die an markanten Punkten (z. B. Treppenhäuser, Flure) in den Gebäuden angebracht sind. Der Inhalt der Flucht- und Rettungswegpläne ist auf die Gegebenheiten des jeweiligen Objektes abgestimmt.

Teil 2 ist ausschließlich für Personen bestimmt, die sich nicht nur vorübergehend in einer baulichen Anlage der Kreisverwaltung Uckermark aufhalten (z. B. Beschäftigte).

Brandschutzordnung Teil 1

 

Bild Verhalten im Brandfall

Bei Notrufen über eine Telefonanlage ist die Rufnummer 0-112 zu verwenden.

Brandschutzordnung Teil 2

1 Vorbeugender Brandschutz

1.1
Alle Personen sind verpflichtet, durch größte Vorsicht zur Verhütung von Bränden beizutragen. Sie haben sich über die Brandgefahr an ihrem Arbeitsplatz und der Umgebung sowie über Maßnahmen bei einem Brand zu informieren.

1.2
Mit Zündmitteln, elektrotechnischen Geräten sowie brandgefährlichen Gegenständen und Stoffen ist sorgfältig umzugehen, so dass Brände vermieden werden. Zündhölzer, Asche und Tabakwarenreste dürfen weder in den Papierkorb noch auf den Fußboden oder aus dem Fenster geworfen werden; sie sind in nichtbrennbare Behälter mit Deckel zu entsorgen. Rauchverbote sind zu beachten. Das Entzünden eines offenen Feuers in den Diensträumen (z.B. Kerzen) ist untersagt.

Schweiß- und andere feuergefährliche Arbeiten sind bei der Gebäude verwaltenden Stelle anzumelden. Nach Abschluss der Arbeiten hat eine Nachkontrolle an der Arbeitsstelle und in benachbarten Bereichen zu erfolgen.

1.3
Alle Personen, die sich in einer baulichen Anlage aufhalten haben sich persönlich und aktuell zu vergewissern, wo sich

  • die Flucht- und Rettungswegepläne, 
  • der nächste Feuerlöscher, 
  • der nächste Fluchtweg, 
  • die nächste Erste-Hilfe-Station, 
  • die nächsten Druckknopfmelder für Hausalarmanlage (blaues Gehäuse), Brandmeldeanlage (rotes Gehäuse) sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlage

befinden.

Feuerlöscher und Druckknopfmelder befinden sich i.d.R. in den Fluren, sind aber auch in speziellen Räumen (z.B. Elektroverteilerräume, Labore und Fachkabinette) vorhanden. Die konkreten Standorte aller Feuerlöscher und Feuerlöscheinrichtungen sind in den Flucht- und Rettungswegeplänen ersichtlich.

1.4
Hausalarm-, Brandmelde- sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen funktionieren automatisch, sind aber noch nicht in allen Dienstgebäuden vorhanden.

Bei Betätigung eines Druckknopfmelders oder bei automatischer Alarmauslösung ertönt ein Signalton. Brandmeldeanlagen leiten diesen Alarm an die Leitstelle weiter bzw. lösen den Einsatz der Feuerwehr aus.

In Gebäuden mit Hausalarmanlagen (Druckknopfmelder mit blauem Gehäuse) ertönt im Brandfall oder bei Betätigung eines Druckknopfmelders ebenfalls ein Signalton, jedoch erfolgt keine automatische Alarmweiterleitung. Sofern bei Hausalarmanlagen ein Signal ertönt, ist zu überprüfen, ob ein Brand ausgebrochen ist. Im Brandfall ist die Feuerwehr (Tel. 112 bzw. 0-112) zu alarmieren.

In Gebäuden, die weder mit Brandmelde- noch mit Hausalarmanlagen ausgestattet sind, muss die Alarmierung im Brandfall durch den Ruf „Feuer“ erfolgen. Der Ruf „Feuer“ ist durch Beschäftigte weiterzuleiten; die Feuerwehr ist zu alarmieren (Tel. 112 bzw. 0-112).

In der unmittelbaren Umgebung bzw. Nähe von an Decken installierten Rauch- und Brandmeldern ist der Umgang mit Treibgasen grundsätzlich verboten. Das Betreiben von elektrischen Wärmequellen und Wasserkochern in der Umgebung bzw. Nähe von an Decken installierten Rauch- und Brandmeldern ist unter Wahrung äußerster Sorgfalt ggf. unter ständiger Aufsicht abzusichern, um eine Alarmauslösung durch z. B. große Wasserdampfentwicklung oder Hitze zu unterbinden.

1.5
Die gekennzeichneten Flucht- und Rettungswege (Flure, Treppen und Verkehrswege) sowie Anfahrwege und Stellflächen der Feuerwehr sind jederzeit in voller Breite freizuhalten und dürfen nicht eingeengt bzw. verstellt werden.

Auf Flucht- und Rettungswegen sind Brandlasten (brennbare Gegenstände wie technische Geräte, Mobiliar und Dekorationen) nicht zulässig. Fluchtwegschilder und Sicherheitskennzeichnungen dürfen nicht verdeckt werden.

Türen, die im Zuge von Rettungswegen ins Freie führen, müssen jederzeit von innen ohne fremde Hilfe leicht zu öffnen sein.

Brandschutztüren bilden einen Feuerschutz und sind Rauchabschlüsse; sie sind in Verkehrswegen automatisch selbstschließend und dürfen in ihrer Funktionsfähigkeit nicht eingeschränkt werden. Es ist nicht gestattet, Brandschutztüren durch Hilfsmittel, wie z. B. vorgelegte Gegenstände, Keile, Festbinden und dgl., geöffnet zu halten.

1.6
Elektrische Geräte sind so aufzustellen, dass durch Wärmeübertragung kein Brand entstehen kann. Bei der Verwendung privater Geräte haften die Nutzer/innen für alle dabei entstehenden Schäden.

Elektrische Geräte aller Art dürfen nicht als Ablage für Bücher, Zeitschriften, Akten usw. benutzt werden.

Elektrische Geräte und Einrichtungen sind nur bei Bedarf in Betrieb zu nehmen und - sofern betriebsbedingt keine besonderen Nutzungszeiten erforderlich sind - spätestens bei Dienstschluss abzuschalten. Mit Ausnahme der PC-, Druck-, Fax- und Kopiertechnik sind alle nicht fest angeschlossenen Geräte vom Netz zu trennen (Netzstecker aus der Steckdose ziehen).

Die Nutzung privater elektrischer Geräte ist nur zulässig, wenn die Geräte über das „CE“-Zeichen oder das „GS“-Zeichen verfügen. Näheres regelt die DA zur Ordnung in den Diensträumen.

1.7
Schäden an Brandschutzeinrichtungen und Quellen, an denen Feuer entstehen kann, sind umgehend an den Brandschutzbeauftragten zu melden.

1.8
Evakuierungsübungen sind regelmäßig durchzuführen. Verantwortlich dafür sind die Leiter der Ämter und gleichzusetzenden Organisationseinheiten/Bereiche sowie der Einrichtungen.

1.9
Wer eine Gefahr oder einen Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeiführt, ist zum Ersatz der entstandenen Kosten verpflichtet.


 

2 Verhalten im Brandfall/Brandalarm

Im Brandfall ist Ruhe zu bewahren!

Eine ruhige, überlegte und gezielte Vorgehensweise vermeidet Panik mit unübersehbaren Folgen für Personen und Sachwerte.

2.1 Brand melden
Bei Ausbruch eines Brandes ist unverzüglich die Feuerwehr zu alarmieren.

Die Brandmeldung erfolgt über das Telefon Notruf 112 bzw. 0-112 oder über den nächstgelegenen Feuermelder.

Die Brandmeldung über das Telefon Notruf 112 bzw. 0-112 muss Folgendes enthalten: 

  • Wer meldet?
    Name des Meldenden und Telefonnummer, unter der der Meldende bei etwaigen Rückfragen zurückgerufen werden kann
  • Was ist passiert?
    Was brennt oder was als brennend vermutet wird
  • Wie viele sind betroffen/verletzt?
  • Wo ist etwas passiert?
    Straße, Hausnummer, Gebäude, Etage, Raum, günstigste Zufahrt für die Feuerwehr  
  • Warten auf Rückfragen!
     

2.2 Alarmsignale (Gefahrmeldeanlage oder Rufsignale) und Anweisungen beachten

In den Bereichen, in denen Signalhörner installiert sind, ertönt ein akustisches Signal (Hupton).

In den Bereichen, in denen keine Signalhörner installiert sind, ist auf „Feuerrufe“ zu reagieren.

Es ist dann Folgendes zu beachten: 

  • Ruhe bewahren!
  • Geräte die an das Stromnetz angeschlossen sind, sind sofort auszuschalten! 
  • Fenster schließen!
  • Sind keine Personen mehr im Raum, die Türen schließen (aber nicht abschließen)!
  • Ggf. Anweisungen von befugten Personen (Brandschutzbeauftragte) Folge leisten!

2.3 In Sicherheit bringen

Fluchtwege

 

Symbole Flucht- und Rettungswege

  • Die Sicherheit der sich im Gebäude befindlichen Personen geht jeder Brandbekämpfung vor!
  • Gefährdete, behinderte oder verletzte Personen sind mitzunehmen!
  • Verständigen Sie Mitarbeiter in benachbarten Räumen (auch Toiletten)!
  • Türen (Brand- und Rauchschutztüren) und Fenster schließen (aber nicht abschließen) und das Gebäude über die Treppe (gekennzeichnete Fluchtwege) verlassen!
  • Keine Aufzüge benutzen!

In verqualmten Räumen ist gebückt oder kriechend vorzugehen, da in Bodennähe noch atembare Luft und bessere Sicht vorhanden sind.

Kann kein Ausgang wegen Verrauchung (Qualm) erreicht werden, so ist an dem vom Brandherd am entferntesten Raum zu gehen (möglichst straßenseitig). Alle Türen sind zu schließen, Fenster zu öffnen und durch Rufen auf sich aufmerksam zu machen.

Das Gebäude verlassen und auf den Flucht- und Rettungswegen nicht stehen bleiben! Den Sammelplatz aufsuchen und die Vollständigkeit kontrollieren. (Sammelplätze sind auf den Flucht- und Rettungswegplänen ausgewiesen bzw. in sicherer Entfernung zum Gebäude die Außenanlagenflächen, Parkplätze, Schulhöfe usw.)

Sammelplatz

 

Symbol Sammelplatz aus den Flucht- und Rettungswegplänen entnehmen!

2.4 Gefahrenabwehr/Räumung

Jeder Leiter (wie Leiter der Einrichtung, Amtsleiter, Leiter gleichzusetzender Organisationseinheiten) oder eine von ihm bestimmte Person nimmt die Aufgaben der Gefahrenabwehr/ Räumung in seinem Zuständigkeitsbereich wahr und ist dafür verantwortlich.

Durch den jeweils zuständigen Leiter hat eine Vollzähligkeitskontrolle zu erfolgen.

Haben nicht alle Personen die bauliche Anlage verlassen, ist die eintreffende Feuerwehr zu informieren. 

2.5 Löschversuche unternehmen

Bis zum Eintreffen der Feuerwehr sind Löschversuche, soweit dies ohne Gefährdung der eigenen Person möglich ist, durchzuführen.

Löschversuche können mit vorhandenen Feuerlöschern oder/und - soweit vorhanden - mit Wandhydranten durchgeführt werden.

Feuerlöscher

 

Symbol für Feuerlöscher   

 

Standortkennzeichnung

Wandhydrant

 

Symbol für Wandhydrant

 

Standortkennzeichnung

Soweit möglich, sind brennbare Gegenstände aus der Nähe des Brandes zu entfernen.

Bleiben die ersten Löschversuche ohne Erfolg, dann die Türen schließen und das Gebäude verlassen.

Brennende Personen nicht weglaufen lassen (notfalls zu Fall bringen), ihnen Decke überwerfen und sie auf dem Boden hin- und herwälzen.

Die Feuerwehr ist an geeigneter Stelle zu erwarten. Der Feuerwehr ist der kürzeste Weg zum Brandherd zu zeigen.

Den Anweisungen der Feuerwehr ist Folge zu leisten.

Neugierige sind von der Einsatzstelle fernzuhalten.

2.6 Notbefreiung aus dem Aufzug

Der Notruf des Aufzuges ist auf eine Notrufleitstelle (24 Std.) der Errichterfirma aufgeschaltet.

Die Verfolgung von Notrufen, Einleitung und Durchführung von Personenbefreiungen in angemessener Zeit obliegen der Errichterfirma.


3 Verhalten nach einem Brandfall/Brandalarm

3.1
Nach Aufhebung der Räumung durch die Feuerwehr oder verantwortlichem Leitungspersonal darf die bauliche Anlage wieder begangen werden.

3.2
Erforderlichenfalls ist eine Brandwache einzuteilen.

3.3
Benutzte Feuerlöschtechnik ist wieder in den Ursprungszustand zu versetzen. 


4 Wichtige Rufnummern/Alarmplan

Im Notfall sind die nachstehenden Rufnummern in der genannten Reihenfolge anzurufen:


 Notruf 112 bzw. 0-112 


 Liegenschafts- und Schulverwaltungsamt 03984 701165 


Brandschutzbeauftragte (Frau Kliche) 03984 703465
Ist bei jeder Alarmauslösung zu informieren. 


Behördenleiter 03984 701000


Brandschutzdienststelle 03984 701132


Sicherheitsbeauftragte (Frau Bethke) 03984 701611

Inkrafttreten

Diese Brandschutzordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Allgemeine Brandschutzordnung der Kreisverwaltung Uckermark vom 10.03.2009 außer Kraft.

Prenzlau, 12.08.2013


gez. Dietmar Schulze